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Tipp 4 - ZIP-Drive am Parallelport




Ein ZIP-Drive am Parallelport zum laufen zu bringen ist zwar nicht gerade Plug and Pray, aber viel schwieriger ist es eigentlich auch nicht.

Zunächst mal sollte man sich vergewissern, daß das Drive ordentlich am Port angeschlossen ist. Nachlässig auf den Port gesteckt kann es nämlich schon mal sein, dass kein Datentransfer möglich ist.

Dann backt und kompiliert man einen neuen Kernel, der die Unterstützung für das Drive als Modul unterstützt. Das ist erforderlich, weil es zur Zeit unter Linux noch nicht möglich ist, gleichzeit den Drucker und das ZIP-Drive anzusprechen. Ich habe in verschiedenen Quellen gelesen, daß es auch erforderlich sei, die Druckerunterstützung als Modul zu integrieren - nun, bei mir ist die Druckerunterstützung standardmäßig mit in den Kernel integriert und ich habe trotzdem keine Probleme.

Folgende Bestandteile müssen in den Kernel als Modul eingebunden werden:

CONFIG_SCSI

Das ist die Unterstützung für SCSI-Devices. Interessanterweise verhält sich das ZIP-Drive eben als ein solches (unter Windows 95 ist das auch so, wie man sich unter "Systemsteuerung - System - Gerätemanager - SCSI-Controller" überzeugen kann).

CONFIG_BLK-DEV_SD

Das ist die Unterstützung für SCSI-Festplatten, denn auch als solche verhält sich das ZIP-Drive (im Prinzip, über Geschwindigkeit will ich hier nicht reden!)

CONFIG_SCSI_PPA

Das ist last but not least das eigentliche Modul für's ZIP-Drive.

Hat man dann den Kernel neu kompiliert und eingebunden (siehe Tip 9), so kann man vom ZIP-Drive lesen oder darauf schreiben indem man folgende Befehle ausführt:

modprobe ppa

Laden des Moduls ppa (für's ZIP-Drive)
mount -t vfat /dev/sda4 /zip


Das ist meine Variante, das ZIP zu mounten, da ich es ganz sympathisch finde, die ZIP-Disk sowohl unter Linux als auch unter Windows 95 verwenden zu können, ohne mir Gedanken machen zu müssen, dass Windows nichts mit ext2fs anfangen kann. Also, vfat steht für das Windows 95 Filesystem, das die langen Dateinamen unterstützt. /dev/sda4 ist das Device, unter welchem das ZIP-Drive unter Linux angesprochen wird. Und /zip ist der Mountpoint, den ich mir im Wurzelverzeichnis eingerichtet habe.

Will ich dann wieder drucken, so muß ich das ppa-Modul zunächst wieder entladen:

rmmod ppa entfernt das Modul wieder aus dem Speicher.

Bin ich mir nicht ganz sicher, welche Module gerade aktiv geladen sind, kann sich sie mir mit lsmod anzeigen lassen.

Das ist schon alles.